Carbamazepin

Das Arzneimittel Carbamazepin ist ein Antiepileptikum und wird hauptsächlich zur Behandlung und Therapie von Krampfleiden eingesetzt. Dazu zählt beispielsweise Epilepsie. Das Medikament wird aber auch bei neuropathischen Schmerzen und Neuralgien, bipolaren Störungen oder akuten Manien und bei Entzugssymptomen bestimmter Substanzen und Alkohol angewendet.

Da es bekannt für Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten ist, sollte die Einnahme immer strikt wie verordnet erfolgen. Carbamazepin ist verschreibungspflichtig. Der Wirkstoff ist als Tabletten in normaler oder retardierter Form und auch als Saft erhältlich. Dabei entfaltet der Wirkstoff seine Wirkung je nach Verabreichungsform erst nach 4 – 16 Stunden und wird auch danach sehr langsam im Körper abgebaut. Der Abbau und die Ausscheidung des Medikaments erfolgt dabei über die Leber, die Nieren und den Darm.

Die Dosierung von Carbamazepin sollte immer mit einem Arzt abgesprochen werden und beginnt in der Regel niedrig, damit die Dosis gesteigert werden kann. Das Absetzen des Arzneimittels geschieht im Normalfall ebenfalls schleichend.

Wirkung und Einnahme

Das Medikament blockt im Nervensystem bestimmte Kanäle und verhindert so die Übererregung der Nervenzellen. Durch genetische Ursachen oder auch Verletzungen können bestimmte Botenstoffe aktiviert oder gehemmt werden, die im Normalfall vom Körper nur in angemessener Menge in gewissen Situation ausgeschüttet werden. Die Neurotransmitter sind in einem solchen Fall dann nicht mehr im Gleichgewicht, das Nervensystem im Gehirn ist dann so erregt und überempfindlich, dass es unter Umständen zu epileptischen Anfällen kommt. Durch die Hemmung der Stoffe, die für die Ausschüttung eben dieser Neurotransmitter sorgen soll die Gefahr für solche Anfälle und Krämpfe gemindert werden.

Die Einnahme sollte mit viel Flüssigkeit und bestenfalls nicht auf leeren Magen erfolgen. Die Dosis variiert stark von Patient zu Patient, beginnt aber in der Regel mit etwa 200 mg täglich und wird dann langsam gesteigert. Dabei kann die Stärke auf bis zu 1200 mg täglich erhöht werden. Eine Überwachung während der Dosisanpassung durch einen Arzt ist besonders wichtig, vor allem da Carbamazepin bekannt für einige Wechsel- und Nebenwirkungen ist. Es wird unter anderem vor Einnahmebeginn des Medikaments ein Gentest empfohlen, da bewiesen wurde, dass das Risiko für Nebenwirkungen bei bestimmten genetischen Veränderungen steigt.

Zudem bekommen Kinder, Jugendliche und auch ältere Menschen meist eine niedrigere Dosis. Ebenso wie Menschen mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung.

Der Wirkstoff sollte nicht eingenommen werden, wenn eine Herzfunktionsstörung, eine Knochenmarksstörung oder eine bestimmte Störung des Blutbilds vorliegt. Mit MAO-Hemmern oder dem Mittel Voriconazol gegen Pilzerkrankungen ist Carbamazepin ebenfalls kein geeignetes Medikament. Für Menschen mit einer Störung des Natriumstoffwechsels ist die Einnahme nur nach strenger Vorgabe des Arztes oder gar nicht zu empfehlen.

Nebenwirkungen von Carbamazepin

Zu den häufigsten Nebenwirkungen des Arzneimittels zählen Schwindel, Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden und auch Ataxie (Störungen der Bewegungsabläufe) oder Hautreaktionen wie Juckreiz oder Ausschläge. Des Weiteren kann es zu bestimmten Veränderungen im Blutbild kommen, einer Enzymerhöhung. Auch Stimmungsschwankungen, Verwirrtheit, Kopfschmerzen oder Seh- und Sprechstörungen können auftreten.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Carbamazepin vermindert die Wirkung anderer Medikamente, dazu gehören unter anderem weitere Antiepileptika, blutverdünnende Mittel, bestimmte Antibiotika, Benzodiazepine und auch Theophylin und Digoxin. Auch die Wirkung von Schilddrüsenhormonen wird durch das Medikament gehemmt.

Die Wirkung von Carbamazepin selbst wird durch andere Medikamente wie Verapamil, Antibiotika wie Erythromycin oder auch Isoniazid und weitere Mittel beeinflusst. In jedem Fall ist die Absprache über die Einnahme von Carbamazepin mit einem Arzt zu empfehlen.

Wichtiger Hinweis: Bei den hier dargelegten Informationen handelt es sich NICHT um einen medizinischen Rat oder Gebrauchsanweisungen, sondern einzig um Informationen, wofür das Medikament eingesetzt wurde bzw. wird.

Diclofenac

Das Medikament Diclofenac gehört zu den Schmerz- und Entzündungshemmern und ähnelt in seiner Wirkweise und der Anwendung stark dem Schmerzmittel Ibuprofen. Es zählt zu den nicht-steroidalen Antiphlogistika, was auch bedeutet, dass es sich nicht um ein Kortisonpräparat handelt.

Diclofenac wirkt schmerzstillend und lindert Entzündungen, ebenso kann es Fieber senken. Wegen dieser Eigenschaften findet es auf vielen Gebieten Anwendung. Es wird häufig bei akuten sowie chronischen Gelenkschmerzen und Rheuma eingesetzt. Auch Sportverletzungen oder Erkältungen können damit behandelt werden.

Dafür gibt es Diclofenac in verschiedenen Formen, zum Beispiel als Tabletten, Gels oder auch als Schmerzpflaster und Zäpfchen. Welche Form des Medikaments zur Einnahme die beste und wirksamste ist, hängt von der Art des Leidens ab. Da sich die Darreichungsformen in ihrer Stärke und Dauer der Wirkung unterscheiden, empfiehlt sich die Beratung zur Anwendung durch einen Arzt oder Apotheker. Auch weil es bei der Einnahme von Diclofenac zu Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen kann.

Wirkung und Einnahme

Die Wirkung des Arzneimittels beruht auf der Hemmung von Enzymen, die dafür sorgen dass Prostaglandine gebildet werden. Da diese Botenstoffe maßgeblich an den Prozessen bei Entzündungen, Schmerzen und Fieber im Körper beteiligt sind, sorgt die Blockade eben dieser Stoffe für Besserung. Deshalb hilft Diclofenac besonders gut bei entzündungsbedingten Schmerzen. Es wird aber für viele Beschwerden eingesetzt, unter anderem auch bei Periodenschmerzen oder Entzündungen der Nasennebenhöhlen.

Die Anwendung des Medikaments erfolgt je nach Darreichungsform auf unterschiedliche Weise und unterscheidet sich somit auch in der Stärke der Wirkung und eventuellen Nebenwirkungen. Auch die Dauer der Wirkung kann variieren. Am verträglichsten ist Diclofenac in Tablettenform, allerdings sollte man die Tabletten ob normal oder in retardierter Form mit ausreichend Flüssigkeit und mit Essen einnehmen. Anderenfalls kann es zu Magen-Darm-Beschwerden kommen.

Bei der Anwendung des Wirkstoffes als Gel ist darauf zu achten nur die betroffene Stelle einzureiben und sich danach die Hände zu waschen. Bei der Verwendung des Gels kann es zu Hautreizungen kommen. Das Händewaschen dient vor allem der Vermeidung des Kontakts vom Gel mit beispielsweise den Augen.

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Magen-Darm-Probleme wie Übelkeit, Durchfall und Magenschmerzen und auch Blähungen, Schwindel, Kopfschmerzen oder Müdigkeit. Ebenfalls bekannt sind Reizbarkeit, veränderte Leberwerte oder Hautreaktionen. Bei längerer Einnahme steigt das Risiko für weitere Nebenwirkungen, vor allem für Herzerkrankungen und einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall. Besonders Diabetiker oder Menschen, die an hohem Blutdruck leiden sollten die Einnahme vorher mit einem Arzt oder Apotheker absprechen.

Zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten muss immer die Darreichungsform beachtet werden. Tabletten sollten beispielsweise nicht mit blutdrucksenkenden Mitteln eingenommen werden. Ebenso empfiehlt sich die Einnahme von Diclofenac nicht bei gleichzeitiger Einnahme von anderen entzündungshemmenden Mitteln oder Medikamenten, welche die Blutgerinnung beeinflussen.

Auch hier ist die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker ausdrücklich zu empfehlen um Nebenwirkungen zu vermeiden oder die Wirkung der Medikamente nicht zu verändern.

Wichtiger Hinweis: Bei den hier dargelegten Informationen handelt es sich NICHT um einen medizinischen Rat oder Gebrauchsanweisungen, sondern einzig um Informationen, wofür das Medikament eingesetzt wurde bzw. wird.

Insulin

Insulin ist im Grunde ein Hormon, welches vom Körper gebildet wird um den Blutzuckerspiegel zu senken. Dieser steigt unter Umständen an, zum Beispiel beim Essen. Insulin wird vor allem dann als Medikament verwendet, wenn Diabetes vorliegt. Je nach Typ der Krankheit bildet der eigene Körper nicht mehr ausreichend oder gar kein Insulin mehr. In diesen Fällen wird der Wirkstoff Insulin verabreicht, um den Blutzucker stabil zu halten und zu senken.

Diabetes ist eine chronische Krankheit, dies bedeutet, dass die Therapie mit Insulin ein Leben lang erfolgen muss. Es gibt heutzutage unterschiedliche Insuline, die in verschiedenen Formen Anwendung finden und bei unterschiedlichen Diabetestypen zum Einsatz kommen. Häufig wird das Medikament als Injektionslösung mit einer Spritze, einem sogenannten Pen verabreicht. Es gibt allerdings auch eine Tablettenform.

Früher wurde Insulin ausschließlich von Tieren gewonnen, in einigen Präparaten findet sich auch noch heute Schweine-Insulin. Allerdings werden die meisten Formen heute gentechnisch hergestellt, die Behandlung erfolgt also mit sogenanntem Humaninsulin.

Wirkung und Anwendung

Insulin wird für den Zuckerstoffwechsel im Körper gebraucht. Durch das Medikament sind die Zellen in der Lage, Zucker aus der Blutbahn aufzunehmen und diesen für den Fettabbau und als Energiequelle für die Muskeln zu benutzen. Zusätzlich fördert Insulin den Aufbau von Glykogen, ein Speicherzucker in Leber und auch den Muskeln.

Man unterscheidet bei der Anwendung zwischen Kurz- oder Langzeitinsulinen. Je nachdem, welcher Effekt gewünscht ist, wird zum Beispiel um den Blutzucker über längere Zeit zu senken und stabil zu halten ein Langzeitinsulin verwendet. Falls eine schnelle Wirkung erwünscht ist, welche nicht allzu lang anhält werden Normalinsuline verabreicht. Dies ist beispielsweise zu einer Mahlzeit der Fall. Die Gabe des Insulins erfolgt meist durch Spritzen. Die Betroffenen werden entsprechend geschult, um Zuhause mit den sogenannten Pens umgehen zu können. Dabei wird auch geschult, die richtige Dosis zu berechnen. Diese variiert nämlich stark von Patient zu Patient und ist unter anderem vom Krankheitstyp, aber auch vom Körpergewicht und der Menge des zugeführten Zuckers abhängig.

Die richtige Anwendung und Einstellung des Medikaments ist in jedem Fall unbedingt mit einem Arzt abzusprechen. Dies gilt sowohl für die Injektionslösung und auch die Tabletten. Anderenfalls können bei falscher Anwendung und Benutzung von Insulin auf eigene Faust die Folgen tödlich sein.

Nebenwirkungen von Insulin

Die häufigste Nebenwirkung von Insulinen ist in jedem Fall Unterzuckerung, welche durch eine zu hohe Dosierung entsteht. Eine Unterzuckerung erfordert die sofortige Zufuhr von Zucker, indem die Betroffenen Zucker in Form von Nahrung oder Getränken zu sich nehmen. Bei Bewusstlosigkeit kann im schlimmsten Fall eine Lösung intravenös verabreicht werden, dies geschieht dann im Krankenhaus.

Leichte Unterzuckerungen sind allerdings bei entsprechender Schulung gut behandelbar. Des Weiteren müssen die Injektionsstellen immer gewechselt werden, da es bei häufigem Spritzen an einer Stelle sonst zu Vernarbungen und Entzündungen kommen kann. Dies führt dann dazu, dass das Insulin nicht mehr richtig aufgenommen kann. Die Wirkung verzögert sich und wird vermindert.

Manche Menschen klagen nach einer Neueinstellung mit Insulin auch über Sehstörungen, die nach einer zu schnellen Besserung der eigentlichen Blutzuckerwerte auftreten können. In den meisten Fällen bessert sich dies aber wieder, sobald der Körper sich an das Insulin und die Werte gewöhnt hat.

Wichtiger Hinweis: Bei den hier dargelegten Informationen handelt es sich NICHT um einen medizinischen Rat oder Gebrauchsanweisungen, sondern einzig um Informationen, wofür das Medikament eingesetzt wurde bzw. wird.

Ibuprofen

Das Arzneimittel Ibuprofen zählt als Schmerzmittel und Entzündungshemmend. Es wirkt jedoch nicht nur lindernd bei Schmerzen, sondern hemmt somit auch Entzündungen und senkt zudem Fieber.

Ibuprofen wurde in den 1960er Jahren in England entwickelt, unter der Leitung von Stewart Adams. Bis heute gilt es weltweit als eines der am häufigsten genommenen Mittel gegen Schmerzen und Fieber.

Meist in Tablettenform konsumiert erfolgt die Einnahme von unretadierten Tabletten bis zu drei Mal täglich. Dabei gibt es Ibuprofen in verschiedenen Stärken. Rezeptfrei sind die Tabletten bis zu einer Stärke von 400 mg erhältlich. Stärkere Formen sind dann verschreibungspflichtig. Allerdings gibt es Ibuprofen nicht nur in Form von Tabletten, sondern auch Suspension, Weichkapseln oder auch als Granulat. Zur äußerlichen Anwendung ist ebenfalls eine Creme erhältlich.

Bei der Einnahme ist vor allem zu beachten, dass Ibuprofen den Magen reizt und deshalb bei empfindlichem Magen oder bei längerer Einnahmedauer zu Magenbeschwerden und Bauchschmerzen führen kann.

Einsatzgebiete und Wirkung

Die Wirkung von Ibuprofen beruht in erster Linie darauf, dass bestimmte Stoffe behindert werden die für die Bildung von Prostaglandinen verantwortlich sind. Prostaglandine wirken im Körper fördernd für Entzündungen, Schmerzen und sorgen für Anstieg der Körpertemperatur. Ibuprofen gehört zur Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika und wurde ursprünglich auch hauptsächlich bei entzündlichen Gelenkserkrankungen eingesetzt. Allerdings kommt es mittlerweile bei den verschiedensten Schmerzen und Erkrankungen zum Einsatz.

Nach einer Operation, bei Kopfschmerzen, bei grippalen Infekten und auch bei Zahnschmerzen oder Menstruationsschmerzen wird Ibuprofen in verschiedenen Dosen angewandt. Dabei liegt die Halbwertszeit des Medikaments bei circa 1 – 3 Stunden. Wenn man es von der chemischen Seite aus betrachtet, gehört der Wirkstoff zu den Arylpropionsäuren und somit zu den sauren Schmerzmitteln.

Weil es unter anderem auch die Schleimproduktion hemmt, wird während der Einnahme von Ibuprofen die Magenschleimhaut geschädigt.

Einnahme von Ibuprofen

Das Arzneimittel wird in der Regel drei Mal täglich, je nach Bedarf oder etwa alle 4 – 6 Stunden verabreicht, beispielsweise nach Operationen. Da die Tabletten in unterschiedlichen Stärken erhältlich sind, variiert auch die zugelassene Tagesdosis zwischen 1200 mg – 2400 mg.

Da Ibuprofen wie bereits erwähnt häufig Magenbeschwerden verursacht, empfiehlt es sich das Medikament nicht auf leeren Magen zu nehmen. Bei längerer Einnahmedauer kann in manchen Fällen zusätzlich ein Präparat zum Schutz der Magenschleimhaut verordnet werden. Außerdem sollte man während der Einnahme auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten achten, insbesondere mit anderen Schmerzmitteln oder blutdrucksenkenden Mitteln. Ibuprofen sollte man, wie jedes andere Medikament ebenfalls nicht mit Alkohol einnehmen.

Nebenwirkungen von Ibuprofen

Zu den bekanntesten und häufigsten Nebenwirkungen von Ibuprofen zählen Probleme und Beschwerden die den Magen und Darm betreffen. Dazu zählen neben Schädigung der Magenschleimhaut Beschwerden wie Übelkeit, Sodbrennen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung und Blähungen.

Zudem kann es vor allem bei längerer Einnahme zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommen. Es erhöht beispielsweise den Blutdruck. Zu weiteren bekannten Nebenwirkungen gehören Hautreaktionen, Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Wasseransammlungen, Reizbarkeit und eine Einschränkung des Reaktionsvermögens.

Im schlimmsten Fall kann es zu sehr seltenen Nebenwirkungen kommen, da Ibuprofen das Risiko für einen Schlaganfall sowie für einen Herzinfarkt erhöht. Ebenso steigt das Risiko einer Nierenfunktionsstörung oder eines Nierenversagens. Auch Magen- und Darmgeschwüre und eine Hepatitis zählen zu den extrem seltenen Nebenwirkungen.

In jedem Fall sollte die Einnahme von Ibuprofen vor allem bei länger anhaltenden Beschwerden immer mit einem Arzt oder Apotheker besprochen werden. So lässt sich die Gefahr für Nebenwirkungen und eventuelle Wechselwirkungen vermindern.

Wichtiger Hinweis: Bei den hier dargelegten Informationen handelt es sich NICHT um einen medizinischen Rat oder Gebrauchsanweisungen, sondern einzig um Informationen, wofür das Medikament eingesetzt wurde bzw. wird.

Diese Medikamente sind im Alter ungeeignet

Im Alter sind viele Menschen auf mehr Medikamente angewiesen. Dabei ist nicht jedes Arzneimittel für das Alter geeignet. Manche können sogar gefährlich werden, weil es zu schwerwiegenden Nebenwirkungen kommen kann.

Häufig nehmen vor allem Senioren viele verschiedene Präparate ein, die eigentlich ab einem gewissen Alter nicht mehr eingenommen werden sollten oder die sich gegenseitig beeinflussen. Häufig entstehen dadurch sogar neue Symptome, welche dann wieder mit neuen Medikamenten behandelt werden.

Vor allem die Einnahme von Schmerz- und Beruhigungs- oder Schlafmitteln steigen im Alter stark an. Gerade diese sind besonders im Alter mit Vorsicht einzunehmen, erst recht wenn Blutverdünner im Spiel sind. Blutverdünner werden Senioren oft zum Schutz vor Thrombose, Schlaganfällen und Herzinfarkten verschrieben.

Interessant ist für Menschen, die viele Medikamente einnehmen, die Priscus-Liste

Diese klärt über 83 verschiedene gefährliche Wirkstoffe auf und zeigt gleichzeitig Alternativen auf. Zudem gibt die Liste Tipps für Schutzmaßnahmen bei unvermeidbaren Medikamenten.

Benzodiazepine und Z-Drugs werden häufig verordnet bei Schlafproblemen, Angst und Unruhe. Allerdings machen diese Arzneimittel abhängig und sorgen für erhebliche Nebenwirkungen, dazu zählen gedämpftes Denkvermögen und eine erhöhte Sturzgefahr.

Auch der Wirkstoff Doxazosin, welcher bei hohem Blutdruck und auch Prostatabeschwerden eingesetzt wird, führt zu solch starken Nebenwirkungen. Es können Muskelkrämpfe, Schwäche und Schwindel, Apathie oder auch Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit auftreten. Wassereinlagerungen und Herz- und Kreislaufprobleme zählen zu den zahlreichen Nebenwirkungen.

Welche Medikamente sollten besonders vorsichtig eingenommen werden?

Genau wie Amitriptylin, ein ebenfalls häufig verschriebenes Medikament. Es ist ein Antidepressivum und macht stark abhängig. Auch hier treten unter anderem Benommenheit und Kreislaufstörungen auf.

Das Schmerzmittel Etoricoxib steht auch auf der Liste und zählt dennoch zu den häufig verschriebenen Medikamenten im Alter. Es wirkt auch entzündungshemmend und wird oft bei Arthrose, Arthritis und akuten Gichtanfällen eingesetzt. Zu den Nebenwirkungen zählen allerdings Bluthochdruck, Herzprobleme und Schwindel sowie Magen-Darm-Beschwerden.

Flecainid ist ein Medikament zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Allerdings kann dieses Arzneimittel selbst Rhythmusstörungen hervorrufen, besonders durch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder durch zu hohe Dosierung.

Clonidin wird in erster Linie zur Therapie von Bluthochdruck eingesetzt. Es ist für Nebenwirkungen wie Benommenheit, Übelkeit, Potenzstörungen, Müdigkeit und Hautreaktionen wie Juckreiz bekannt. Am häufigsten treten Kopfschmerzen und Mundtrockenheit auf.

Ein ebenfalls auf der Liste aufgeführtes Medikament und dennoch häufig eingesetztes Arzneimittel ist Piracetam. Es wird unter anderem zur Behandlung von Demenz oder auch Tinnitus verschrieben. Die Nebenwirkungen reichen hier von Nervosität, Schlafstörungen und Aggressivität bis hin zu Depressionen und Blutdruckabfall oder auch Steigerung.

Für alle Medikamente gibt es bessere, ungefährlichere Alternativen, die im Alter angewendet werden können. Es lohnt sich in jedem Fall, mit dem behandelnden Arzt zu sprechen und sich zu informieren.

Medikamente – So werden sie richtig eingenommen

Arzneimittel erleichtern nicht nur unser Leben, manchmal ist ein Leben ohne Medikamente sogar gar nicht möglich. Doch damit die Wirkung sich komplett entfalten kann und auch keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder gar Lebensmitteln entstehen, gibt es bei der Einnahme einiges zu beachten.

Dazu zählt nicht nur, den Beipackzettel immer aufmerksam zu lesen. Diese sind in der Regel recht knapp formuliert, dennoch enthalten sie wichtige Informationen. Darin wird zum Beispiel auch darüber informiert, unter welchen Umständen oder mit welchen anderen Arzneimitteln man dieses Medikament nicht einnehmen darf. Darauf sollte unbedingt geachtet werden, um Nebenwirkungen und Folgeschäden zu vermeiden.

Dennoch gibt es manche Formulierungen, aus denen man nicht schlau wird. Diese werden hier genau erklärt, damit Sie in Zukunft keine offenen Fragen mehr haben. So können Sie ihre Medikamente mit gutem Gewissen einnehmen und sich sicher sein, dass diese auch richtig wirken.

Medikamente und Essen

Vor dem Essen heißt, das Arzneimittel sollte eine halbe oder eine volle Stunde vor dem Essen eingenommen werden. Grundsätzlich wirken Medikamente auf leerem Magen schneller.

Zum Essen bedeutet, Sie können die Medikamente mit der Mahlzeit einnehmen. Ob zwischen zwei Bissen oder kurz nach der Mahlzeit spielt keine Rolle. Manche Arzneimittel greifen die Magenschleimhaut stark an, dies wird durch die Einnahme mit Essen gelindert.

Nach einer Mahlzeit heißt, es sollten etwa zwei Stunden zwischen der Einnahme und dem Essen liegen. Manche Lebensmittel enthalten Stoffe, welche die Aufnahme der Wirkstoffe eines Arzneimittels beeinträchtigen und verhindern können.

Rhythmus der Einnahme

  • Einmal täglich bedeutet jeden Tag ein Mal, wichtig ist allerdings zur selben Zeit. Eine Verschiebung von zwei Stunden ist akzeptabel, wenn es eine Ausnahme bleibt.
  • Zweimal täglich bedeutet einen Abstand von circa zwölf Stunden.
  • Dreimal täglich gibt eine Einnahme morgens, mittags und zur Schlafenszeit vor.

Wenn die Einnahme vergessen wurde, gibt der Beipackzettel Tipps oder auch der behandelnde Arzt oder Apotheker. In vielen Fällen wird empfohlen, die Einnahme einfach mit der nächsten Dosis normal fortzusetzen. Auf keinen Fall einfach die doppelte Dosis nehmen.

Medikamente und Flüssigkeit

Auf keinen Fall Medikamente mit Milch oder Alkohol einnehmen. Die Aufnahme der Wirkstoffe wird davon stark beeinflusst oder sogar ganz verhindert. In manchen Fällen kann Alkohol die Wirkung allerdings auch verstärken – genau wie Grapefruitsaft. Deshalb auch davon besser die Finger lassen.

Am besten eignet sich Leitungswasser für die Einnahme von Medikamenten.

Der richtige Zeitpunkt für die Einnahme

Auch unser eigener Körper kann zu unterschiedlichen Tageszeiten die Aufnahme von Wirkstoffen beeinflussen durch bestimmte Stoffwechselvorgänge. Kortisonpräparate nimmt man beispielsweise am besten morgens ein, wenn die körpereigene Produktion auch am größten ist. So entstehen weniger Nebenwirkungen. Säureblocker dagegen wirken besser abends vor dem Schlafengehen oder direkt nach einer Mahlzeit. Deshalb am besten die Einnahmezeiten mit dem behandelnden Arzt absprechen.

Medikamente und Lebensmittel

Auch hier gilt es, sich am besten mit dem Arzt abzusprechen.

  • Im Allgemeinen sollten Milchprodukte in Verbindung mit Medikamenten vermieden werden. Dies gilt vor allem bei Antibiotika.
  • Zwischen dem Verzehr von vielen Ballaststoffen und der Einnahme bestimmter Arzneimittel sollten ebenfalls ein paar Stunden liegen.
  • Lakritze niemals mit entwässernden Medikamenten einnehmen. Hier kann es zu gefährlichen Nebenwirkungen wie Bluthochdruck kommen.

Zu guter Letzt sollten Sie sich immer über die Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten informieren, besonders wenn Sie auf mehrere Präparate angewiesen sind. Viele Arzneimittel können ihre Wirkung gegenseitig schwächen oder verstärken. Dies gilt es natürlich zu vermeiden, damit die Medikamente am Ende auch wirklich heilen und keinen Schaden anrichten.