Adderall

Adderall wird in erster Linie zur Behandlung von ADHS eingesetzt. Es kommt aber auch in manchen Fällen von Narkolepsie zum Einsatz.

Das Medikament ist jedoch nur in den USA zugelassen und ist zudem für den Missbrauch als Droge bekannt. Da Adderall Dexamphetamine und Amphetamine enthält, wird es oft als Aufputschdroge, ähnlich wie Speed, missbraucht. Es fördert die Konzentration, hemmt den Hunger und zählt zu den Stimulanzien. Das Medikament kann extrem schnell stark abhängig machen, besonders wenn eigentlich kein ADHS vorliegt.

Über Adderall wird viel diskutiert, da es das Medikament Ritalin praktisch abgelöst hat und sehr leicht zu beschaffen ist. Die Frage, ob Adderall zu willkürlich oder sogar bewusst als Aufputschmittel verschrieben wird, steht dabei im Vordergrund. Dennoch kann das Medikament eine enorme Hilfe für diejenigen sein, bei denen ADHS vorliegt. Die Einnahme erfolgt dann etwa zwei Mal täglich, bei Retardkapseln reicht eine Kapsel für bis zu zwölf Stunden.

Die Wirkung von Adderall

Das sogenannte Amphetamin-Medikament wirkt stark konzentrationsfördernd und euphorisierend und arbeitet mit den Neurotransmittern im zentralen Nervensystem. So sorgt Adderall zum Beispiel dafür, dass mehr Dopamin, Noradrenalin und Serotonin freigesetzt wird. Dabei wird gleichzeitig die Wiederaufnahme dieser Neurotransmitter vermindert.

Folglich ist Adderall ein wirksames Medikament gegen die Symptome von ADHS, welche vor allem auf fehlende Möglichkeiten sich zu konzentrieren und zu fokussieren zurückzuführen sind. Zusätzlich hemmt das Arzneimittel den Appetit und hält wach. Gerade deshalb wird es immer wieder als Droge missbraucht, um langfristig fokussiert und ohne Pause konzentriert an etwas arbeiten zu können.

Besonders im Fokus stehen laut Studien dabei meist Studenten und viele, die lange am PC arbeiten müssen. Hier ist Adderall beliebt, um zu Lernen oder schlicht länger und effizienter arbeiten zu können.

Nebenwirkungen und Gefahren von Adderall

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Adderall zählen Mundtrockenheit, Appetitverlust und Schwindel, bedingt durch Herz-Kreislauf-Probleme. Das Medikament erhöht den Blutdruck und greift zusätzlich auch noch in die Atmung ein. Dadurch kann es zu Herzrasen, Rhythmusstörungen und im schlimmsten Fall zum plötzlichen Tod kommen. Dies gilt vor allem, wenn das Medikament missbraucht wird, da dann die Nebenwirkungen deutlich mehr spürbar sind und häufiger auftreten.

Zudem hat Adderall Auswirkungen auf die Psyche. Es kann hierbei zu Depressionen, Psychosen, Aggression, Euphorie und Überstimulation kommen. Da es wach hält, kann es des Weiteren zu Schlafproblemen und nervösen Erregungszuständen kommen. Auch Haarausfall, Libidoveränderungen und Sehstörungen zählen zu bekannten Nebenwirkungen.

Kontraindikationen mit Adderall

Wer bereits an Bluthochdruck oder einer anderen Erkrankung des Herzens leidet, sollte Adderall nicht einnehmen. Auch bei einer Überempfindlichkeit, fortgeschrittener Arteriosklerose oder einer Schilddrüsenüberfunktion wird empfohlen, das Medikament nicht einzunehmen.

Ebenfalls wird Adderall im Normalfall nicht bei einem Glaukom, Erregungszuständen oder bei bestehender Behandlung mit MAO-Hemmern sowie bereits vorhandenem Drogen- oder Medikamentenmissbrauch in der Patientengeschichte verschrieben.

Wichtiger Hinweis: Bei den hier dargelegten Informationen handelt es sich NICHT um einen medizinischen Rat oder Gebrauchsanweisungen, sondern einzig um Informationen, wofür das Medikament eingesetzt wurde bzw. wird.