Diese Medikamente sind im Alter ungeeignet

Im Alter sind viele Menschen auf mehr Medikamente angewiesen. Dabei ist nicht jedes Arzneimittel für das Alter geeignet. Manche können sogar gefährlich werden, weil es zu schwerwiegenden Nebenwirkungen kommen kann.

Häufig nehmen vor allem Senioren viele verschiedene Präparate ein, die eigentlich ab einem gewissen Alter nicht mehr eingenommen werden sollten oder die sich gegenseitig beeinflussen. Häufig entstehen dadurch sogar neue Symptome, welche dann wieder mit neuen Medikamenten behandelt werden.

Vor allem die Einnahme von Schmerz- und Beruhigungs- oder Schlafmitteln steigen im Alter stark an. Gerade diese sind besonders im Alter mit Vorsicht einzunehmen, erst recht wenn Blutverdünner im Spiel sind. Blutverdünner werden Senioren oft zum Schutz vor Thrombose, Schlaganfällen und Herzinfarkten verschrieben.

Interessant ist für Menschen, die viele Medikamente einnehmen, die Priscus-Liste

Diese klärt über 83 verschiedene gefährliche Wirkstoffe auf und zeigt gleichzeitig Alternativen auf. Zudem gibt die Liste Tipps für Schutzmaßnahmen bei unvermeidbaren Medikamenten.

Benzodiazepine und Z-Drugs werden häufig verordnet bei Schlafproblemen, Angst und Unruhe. Allerdings machen diese Arzneimittel abhängig und sorgen für erhebliche Nebenwirkungen, dazu zählen gedämpftes Denkvermögen und eine erhöhte Sturzgefahr.

Auch der Wirkstoff Doxazosin, welcher bei hohem Blutdruck und auch Prostatabeschwerden eingesetzt wird, führt zu solch starken Nebenwirkungen. Es können Muskelkrämpfe, Schwäche und Schwindel, Apathie oder auch Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit auftreten. Wassereinlagerungen und Herz- und Kreislaufprobleme zählen zu den zahlreichen Nebenwirkungen.

Welche Medikamente sollten besonders vorsichtig eingenommen werden?

Genau wie Amitriptylin, ein ebenfalls häufig verschriebenes Medikament. Es ist ein Antidepressivum und macht stark abhängig. Auch hier treten unter anderem Benommenheit und Kreislaufstörungen auf.

Das Schmerzmittel Etoricoxib steht auch auf der Liste und zählt dennoch zu den häufig verschriebenen Medikamenten im Alter. Es wirkt auch entzündungshemmend und wird oft bei Arthrose, Arthritis und akuten Gichtanfällen eingesetzt. Zu den Nebenwirkungen zählen allerdings Bluthochdruck, Herzprobleme und Schwindel sowie Magen-Darm-Beschwerden.

Flecainid ist ein Medikament zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Allerdings kann dieses Arzneimittel selbst Rhythmusstörungen hervorrufen, besonders durch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder durch zu hohe Dosierung.

Clonidin wird in erster Linie zur Therapie von Bluthochdruck eingesetzt. Es ist für Nebenwirkungen wie Benommenheit, Übelkeit, Potenzstörungen, Müdigkeit und Hautreaktionen wie Juckreiz bekannt. Am häufigsten treten Kopfschmerzen und Mundtrockenheit auf.

Ein ebenfalls auf der Liste aufgeführtes Medikament und dennoch häufig eingesetztes Arzneimittel ist Piracetam. Es wird unter anderem zur Behandlung von Demenz oder auch Tinnitus verschrieben. Die Nebenwirkungen reichen hier von Nervosität, Schlafstörungen und Aggressivität bis hin zu Depressionen und Blutdruckabfall oder auch Steigerung.

Für alle Medikamente gibt es bessere, ungefährlichere Alternativen, die im Alter angewendet werden können. Es lohnt sich in jedem Fall, mit dem behandelnden Arzt zu sprechen und sich zu informieren.